Samstag, 27. August 2016

Das Reisebuch ist fertig

Da die Strecke recht kurz war und wir bereits viel Erfahrung bei der Erstellung unserer Reisebücher haben war dieses auch sehr schnell erstellt. Damit ist die Tour endgültig abgeschlossen.

Sonntag, 14. August 2016

Rückfahrt nach Berlin

Nun ist es so weit, unsere Reise geht zu Ende und wir treten die Heimfahrt an. Vor Reisebeginn waren wir skeptisch, wie wir alles schaffen. Spielt Jimmy mit, schläft er im Zelt, bleibt er alleine im Hotel, schaffen wir es mit den neuen Bedingungen fertig zu werden. Alles hat super geklappt, Jimmy hat sich erstaunlich gut verhalten. Nun kam die Aufregung vor der Rückfahrt. Da wir nicht mit einem Verkehrsmittel Fahrräder und Hund zurückzubringen, muß Thomas mit Jimmy, Hänger und 4 Taschen mit dem Zug fahren und ich reise mit dem Zeltsack, 2 Fahrradtaschen und den Rädern per Bus.
Thomas hat mich zum Bus gebracht.

Die Wartezeit auf die Zugfahrt hat er mit Jimmy vor dem Bahnhof verbracht.
Für Thomas war es besonders schwer, da in Prag erst 10 Minuten vor Abfahr die Abfahrtsgleise bekannt gegeben wurden. Das macht es nicht gerade einfach, wenn man dann mit Hänger, Taschen und Hund zum entsprechenden Gleis hetzen muss. Zumal es dann heißt, alles die Treppen hochzupuckeln und noch pünktlich in den Zug zu kommen.
Zwischen durch gab es nur Handykontakt, bei dem Thomas mitteilte, wir sind jetzt im Zug oder ich teilte mit, das Umsteigen mit den Rädern in Dresden hat geklappt. Da Thomas es nicht mehr geschafft hat, den Hänger zusammen zu bauen, hat Jimmy ihn im Zug als Hundehütte genutzt und sich erst einmal von der anstrengenden Reise im Zug erholt. Jimmy hat durchgängig geschlafen und ist nicht mal dem Schaffner aufgefallen. Der hat sich nur erkundigt, welcher Hund auf die Karte reist.
Dann nur noch mal umsteigen in die S-Bahn. Mich hat Anne vom Alex abgeholt, damit wir die Räder nach Hause bekommen. Gegen vier Uhr saßen wir am Küchentisch und haben erst einmal einen Kaffee getrunken und uns von den Erlebnissen der Rückreise berichtet. Und wieder einmal konnten wir erleichtert feststellen, es hat besser geklappt als gedacht. Fazit - eine rundum schöne Reise.

Samstag, 13. August 2016

Prag - Hradschin

Heute haben wir den Hradschin besichtigt, natürlich nicht auf den kürzesten Weg, da kennen wir nichts und laufen auch mal einige Umwege. Aber die neue Bewegungsform tut auch mal gut. Entlang der Moldau, dann an dem Garten entlang zum Hradschin.
Für Jimmy sind die Tauben interessanter als die schönen Bauten und Brücken. Egal, heute kommt jeder von uns auf seine Kosten.
An der Moldau haben wir uns entschieden, nicht direkt über die Karlsbrücke zu gehen, sondern durch die Parks.
Der Weg durch die Parks lohnt sich auf jeden Fall. Sie sind wunderschön angelegt und man sieht die Burg aus verschiedenen Blickwinkeln.
 Und hier für Thomas das Highlight - 4 Brücken auf einen Streich.
Beeindruckend sind auch immer wieder die Türme auf den Häusern.
Zu Hradschin kommt man jetzt auch nicht mehr so einfach. Überall sind Sperren und Taschenkontrollen. Wahrscheinlich eine Sicherungsmaßnahme um Anschläge zu vermeiden.
In bestimmten Abschnitten sind Hunde verboten. So konnten wir uns nur einen Teil anschen, aber der war schon beeindruckend genug.

Für Jimmy war der Gang über die Karlsbrücke ein kleines Horrorszenarium. Es war unwahrscheinlich voll und er hat nur noch etliche Beine um sich herum trampeln gesehen. Aber auch für uns war es kein Vergnügen. Das Wochenende und das gute Wetter hat unwahrscheinliche Massen hierher getrieben.

Freitag, 12. August 2016

Prag - Altstadt

Heute hat Jimmy Hoteltag und wir gehen shoppen, was wir mit der Erkundung der Altstadt verbinden.
Der Markt hält allerlei leckere Dinge bereit.
Dieser Stand hat es mir besonders angetan, es hat verdammt gut geduftet und es war klar die Dinger müssen super süß sein.
Am Nachmittag musste ich dann darum kämpfen, dass das leckere Teilchen wirklich mir gehört. Jimmy hätte sich das auch gerne reingezogen.

Egal, wo man sich hinbewegt hat, überall strömten Massen von Touristen durch die Straßen.
Denkt Jimmy wie ich an die leckeren Teilchen oder gelüstet es ihm wieder nach den Tauben. Genau wissen wir es nicht, aber sicherlich hätte er keins von beiden verachtet.

Donnerstag, 11. August 2016

Prag - Wandertag

Heute sind wir mal zu Fuß unterwegs. Der erste Weg geht zum Bahnhof, um die Fahrkarten für Thomas und Jimmy zu besorgen und zu erkunden, wo der Bus abfährt und wie man dort am besten hinkommt. Danach ist mal Bergwandern angesagt.
Hier merkt man doch noch, dass einige Kilometer in den Beinen stecken, aber der schöne Blick entschädigt für alles.
Die Verbotsschilder sind ja wohl der Hammer. Das letzte Schild erinnert ein wenig an die Erstürmung der Mauer.
Abends haben wir den Park gleich am Hotel genossen. Und da war er wieder der viel geliebte Berg, aber mit einer Flasche Wein lässt es sich hier wunderbar entspannen.

Mittwoch, 10. August 2016

Melnik - Prag (52 km)

Entgegen der Wettervorhersage, nach der es den ganzen Tag regnen sollte, hatten wir vom Start bis genau vor dem Hotel in Prag keinen Tropfen. Erst als wir angekommen waren, begann es zu regnen - das nennen wir mal eine Punktlandung. Um eine Treppe zu umgehen, die sich mit Hänger, Hund und Gepäck verdammt schlecht macht, sind wir einen kleinen Umweg gefahren, damit wir mit einer Fähre über den Fluss kommen. So hatten wir uns allerdings die Fähre nicht vorgestellt, zumal es auch zuerst so aussah, als ob das Teil garnicht fährt.
Oben haben wir dann aber gesehen, dass man klingeln soll. Gut kein Ding, gelesen und getan. Ein noch schlaftrunkener Typ steckte seinen zerzausten Kopf aus dem Fenster und nuschelte völlig entspannt, was wohl soviel wie "geht gleich los" heißen sollte.
Bei der Frage, ob wir den Hänger abmachen sollen, winkte er ebenso entspannt ab und zottelte mit uns Räder samt Hänger auf sein Gefährt und ab ging die Fahrt.
Auf der anderen Seite machten wir eine kleine Pause und sahen zu, wie die Fähre weitere Radfahrer über den Fluss schifferte. Ein junges Paar, bei dem der Mann schon mal die Strecke nach Prag gefahren ist, war bei der 2. Überfahrt dabei. Der bestätigte, dass ein Zwischenabschnitt so schlecht sei, dass man ihn mit Hänger nicht fahren kann, ohne Gefahr zu laufen, das dieser in den Fluss abkippt, zumal es schon alleine mit Fahrrad sehr anstrengend wäre. Er würde ja die Strecke machen, zeigte dann auf seine Freundin, wolle ihr aber die Strecke nicht zumuten. Ja, so sind sie die neuen Helden - "immer wieder Rücksicht aufs schwache Geschlecht". Egal, wir mussten ja nicht mit Superheld fahren, die junge Frau hoffentlich nicht mehr sehr viele Fahrten und für uns war es die Bestätigung, lieber auf die Straße zu wechseln.
Kleine Hindernisse wie der Bahnübergang, der sich schloss und ewige Zeiten nicht mehr öffnete, alles gespannt auf den Zug wartete, der aber nicht kam, so dass die Schranke dann irgendwann aufgab und sich unverrichteter Dinge wieder öffnete, waren an diesem Tag eigentlich alles, was sich ergab. Entgegen unserer Erwartung - schlechtes Wetter, wilde Fahrten auf gefüllten Straßen, fiese Berge - alles relativ entspannt.
Als wir wieder den Weg an der Moldau nehmen konnten, trafen wir unseren Superhelden von der Fähre wieder. Sicherlich hat er seine Freundin ganz schön getrieben. Er konnte sich nicht verkneifen, ranzufahren und sich zu erkundigen, wie wir ihn überholen konnten. Ja, gekonnt ist halt gekonnt - suche dir die richtige Route.
Jimmy konnte den guten Weg noch einmal nutzen, um so zu tun, als ob er tapfer von Berlin nach Prag neben dem Rad hergelaufen sei.
3 Kilometer vor dem Hotel gab es noch einmal eine Entspannungspause. Hier versuchen sich die beiden mal als Seefahrer. Für Jimmy kein Ding, er wiegt sich in Sicherheit, da er nicht nass werden kann. Nur Thomas hat noch nicht erfasst, dass dies nicht so wirklich echt wirken kann. Aber spätestens beim Betrachten der Fotos, wird auch er darauf kommen, dass Rasen nicht nur wenig Wellen macht, sondern auch irgendwie als Kulisse ungeeignet ist. Naja, er hat seine Stärkten in Streckenerstellen, jetzt noch als Seemann wäre zu viel des Guten.
Auf jeden Fall freuen wir uns alle, dass wir es wieder einmal geschafft haben unser Ziel zu erreichen. Bedenken hatten wir beide, ob es alles gut geht, mit unserem kleinen Chaoten im Hänger. Ja, er hat sich als guter Reisebegleiter bewiesen.

Dienstag, 9. August 2016

Roudnice nad Labem - Melnik (30 km)

Nach einer mehr oder weniger durchkämpften Nacht - die Gegner waren die Hitze und kleine widerliche Mücken - waren wir froh, dass heute nur eine kleine Strecke vor uns lag. Zumal der Temperatursturz von fast 30 auf 18 Grad und Niesel dafür sorgten, dass die ansonsten tolle Strecke nur noch wegen der guten Wege von uns gelobt wurden. Jimmy freute sich über jede Gelegenheit,  nach Enten Ausschau halten zu können. Die Freude war um so größer, wenn er sich nicht die Pfoten nass machen musste, sondern trocken thronend vom Steg aus seinem Vergnügen nachgehen konnte.
Von unserer Seite aus konnten wir schon Melnik sehen und damit auch den netten Hügel, der auf uns wartete, da unser Hotel wie gewohnt wieder einmal ganz oben lag.
Manche Abschnitte vom Berg gingen nur noch mit Schieben und auch bei den  kleinen Verschnaufpausen musste man das Rad vorm Zurückrollen schützen.
Dafür dann die Belohnung - Melnik ist eine kleine schöne Stadt, die auf jeden Fall einen Besuch wert ist.
Der zentrale Platz ist nett umrahmt von historischen Gebäuden und wirkt keinesfalls touristisch.
Von der Burg aus kann man die Stelle sehen, wo Moldau und Elbe zusammenfließen. Dort werden wir morgen unsere Reise fortsetzen.

Montag, 8. August 2016

Velké Žernoseky - Roudnice nad Labem (32 km)

Jimmy hat sich schnell an das Leben im Hotelzimmer gewöhnt.
Man kann es ja auch mal ausnutzen, wenn genügend Betten da sind. Toll, jetzt weiß auch Hund, gute Betten zu schätzen. Es war so gut, dass er regungslos fast bis zum Morgen liegen geblieben ist.
Da wir heute nur 30 km gefahren sind, blieb genügend Zeit, sich die schönen Städte auf dem Weg in aller Ruhe anzusehen.
Einen Abstecher wollten wir vorallem nach Theresienstadt machen.
Wir konnten zwar nicht rein, aber den jüdischen Friedhof haben wir uns angesehen. Der alleine lässt schon erahnen, was sich hinter den Mauern abgespielt hat. Erschütternd ist, das hier Menschen aller Altersgruppen gedacht wird.

Nach Theresienstadt sind wir wieder an die Elbe gefahren, dort konnten wir das schöne Wetter richtig genießen.
Einen Volltreffer haben wir mit unserem Hotel gelandet, sehr schön, dann noch zentral.
Nachdem wir uns eine riesige Pizza reingezergelt haben, konnten wir noch den Sonnenuntergang an der Elbe genießen.